Amoklauf in US-College im Staat Oregon

(Wann hört dieser Irrsinn auf?)

Zehn Menschen wurden bei einem Amoklauf an einem amerikanischen College in Oregon getötet und es gab nach Angaben der Polizei sieben Verletzte. Niemand weiss, warum der Todesschütze, der bei einem anschliessenden Feuergefecht mit der Polizei ebenfalls den Tod fand, dieses Massaker angerichtet hat.

Bei dem Todesschützen handelte es sich um den 26 Jahre alten Chris Harper M. Es wurden dabei drei Pistolen und ein Gewehr des Todesschützen gefunden. Es gibt mehrere Augenzeugen die berichten, dass der Mann ganz gezielt auf Christen geschossen haben soll.

Präsident Barack Obama äusserte sich ziemlich wütend zu diesem erneuten Vorfall eines Massakers an einer Schule. 2012 war er mit seiner Reform, schärfere Waffengesetze zu erlassen, an der Macht der Waffenlobbyisten gescheitert. Dies ist das 15.mal, dass es in seiner Amtszeit eine tödliche Schiesserei an einer Schule gab und er öffentlich seine Trauer bekundete. Gleichzeitig sagte er aber auch, dass beten nicht genug sei.

"Gedanken und Gebete sind nicht genug. Sie drücken nicht den Schmerz, die Trauer und den Ärger aus, die wir fühlen sollten. Und sie helfen auch nicht, so ein Blutbad an einem anderen Ort zu verhindern."

Prompt melden sich auch die Obergeier der Waffenindustrie und fordern wieder einmal bewaffnete Schulmarshalls und auch bewaffnete Lehrer. Dabei weisen Sttistiken aus, dass Schulen, an denen darauf geaxchtet wird, dass weder Schüler noch Lehrer Waffen in die Schulen mitbringen, gewalrfreier als andere Schulen sind. Ebenso verhält es sich in US-Staaten, in denen schärfere Waffengesetze gelten, als in den übrigen US-Staaten.

Seit Nine-Eleven wurde mehr als eine Billion Dollar in die Präventio gegen Terroristen gesteckt, obwohl durch Terroranschläge "nur" 15 Menschen sterben. Dieser Zahl an Toten stehen mehr als 10.000 Menschen gegenüber, die jährlich bei Schiessereien sterben, aber nichts dagegen unternommen wird. Nicht eingerechnet sind dabei die rassistisch motivierten Morde von weissen Polizisten an Afroamerikanern.

Da sich ob der Macht der Waffenindustrie noch lange Zeit nichts an den Gesetzen ändern wird, werden wir wohl noch des öfteren von solchen Amokläufen aus den USA hören.

UPDATE

Zwischenzeitlich weiss man etwas mehr über den Todesschützen. Er besass insgesamt 13 Waffen, wovon die Polizisten 7 in der Schule und weitere 6 in der Wohnung des Mannes fanden. Er war ein Einzelgänger und studierte am College, in dem er auch die Bluttat beging. Während des Gemetzels trug er eine schusssichere Weste was darauf schliessen lässt, dass er damit rechnete , in einen Schusswechsel mit der Polizei verwickelt zu werden. Als die Polizisten ihn verwundeten, erschoss er sich wohl selbst.

Die New York Times hat einen Eintrag in den sozialen Medien von ihm zitiert, in dem es heisst:

„Ich habe festgestellt, dass Leute wie er einsam und unbekannt sind, wenn sie aber ein bisschen Blut vergießen, weiß die ganze Welt, wer sie sind.“ Darauf folgt die Feststellung: „Je mehr Menschen man tötete, desto mehr steht man offenbar im Rampenlicht.“

cornelia warnke 2.10.2015

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