Schwere Vorwürfe gegen Erdogan

(Bomben explodieren in Ankara auf Friedensdemonstration)

Am 10. Oktober, an dem Tag, als eine Viertelmillion Menschen in Berlin auf die Strasse ging, um gegen TTIP zu demonstrieren, explodierten Bomben im Zentrum Ankaras auf einer Friedensdemonstration. Mehr als 120 Personen , bestehend aus Türken und Kurden, die zum grossen Teil mit Frauen und Kindern an der Demonstration teilnahmen, wurden dabei getötet. Viele Türken und Kurden gehen davon aus, dass es ein gezielter Anschlag war, um Angst und Schrecken in der Türkei zu verbreiten und so Erdogans Partei bei den jetzt anstehenden Wahlen einen Vorteil zu verschaffen.

Selahattin Demirtas, der Vorsitzende der HDP, macht der Regierung Erdogan öffentlich den Vorwurf, von den Anschlagsplänen gewusst zu haben. In einem Interview sagte er:

 

"Entweder der Staat stellt sich den Attentätern nicht in den Weg, oder aber er unternimmt trotz Hinweisen nichts. Oder es werden Beweise verdunkelt. So und nicht anders begeht der Staat Morde. Jeder weiß doch genau, dass man im Herzen Ankaras eine Bombe nur dann zünden kann, wenn der Staat das zulässt"!

 

Wie wird die EU mit diesen Anschuldigungen umgehen. Werden sie Erdogan ins Gewissen reden, oder ihm weiter modernste Waffen zur Verfügung stellen, damit er ungehindert seine Massenmorde begehen kann. Machen wir uns doch nichts vor - die AKP ist eine islamistisch fundamentalistische Partei, auch gern verharmlosend als "konservativ" bezeichnet, die das gleiche Ziel hat wie der IS, nämlich einen islamistischen Staat, genannt "Osmanisches Reich", welches die heutige Türkei, Syrien, Irak und noch andere Staaten in dieser Gegend umfasst, zu gründen. Das ist sein Traum, den auch schon sein Mentor, der verstorbene Erbakan hatte. Darauf arbeitet er mit aller Macht und Gewalt hin. Deshalb muss Assad weg und die Kurden ausgelöscht werden.

cornelia warnke 13.10.2015

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