Terroranschlag auf
Satiremagazin Charlie Hebdo

Tragödie zum Thema Meinung/ Meinungsfreiheit

Bei einem Terroranschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo wurden Menschen getötet und schwer verletzt. Während des Mordens riefen die Attentäter AllahuAkbar - Gott ist gross.

Die Mörder waren erstaunlich gut informiert: sie wählten einen Zeitpunkt, bei dem alle Redakteure und Karikaturisten anwesend waren und sie hatten eine sehr gute Ortskenntnis. Ihr Vorgehen war gut koordiniert, sie waren kaltblütig und erinnerten während ihrer Vorgehensweise eher an Elitesoldaten, als an schlecht ausgebildete Terroristen.

Diese Leute, die den Mordanschlag scheinbar minutiös geplant hatten, liessen dann bei ihrer Flucht einen Ausweis im Wagen zurück, der eine Identifizierung und zugleich Zuordnung zu anderen Personen zuliess. Diese Ähnlichkeit zu Nine Eleven hat mich zumindest nachdenken lassen. Dort tauchten ja - gerade waren die Flugzeuge nach präzisem Anflug im WTC eingeschlagen - Minuten später Fotos der angeblichen Terroristen und eine Namensliste auf. Das ist zumindest ungewöhnlich.

Ich will hier keine Debatte um irgendwelche Verschwörungstheorien lostreten, aber man sollte in alle Richtungen denken dürfen! Eines hat dieser Mordanschlag zumindest erreicht - die Rechtspopulisten profitieren davon und europaweit wird über verschärfende Gesetze diskutiert. Erinnern wir uns - eine permanente Terrorangst in der Bevölkerung ist der beste Freund der Kräfte in der Politik, die ein starkes Interesse daran haben, bürgerliche Freiheiten per Gesetz einzuschränken.

Was bleibt also?

  1. 1. Es gab einen furchtbaren Mordanschlag
  2. 2. Es gibt ein Video, in dem die Attentäter Allahu akbar rufen
  3. 3. Die Polizei stellte recht schnell die Identität der Attentäter durch einen verlorenen Ausweis fest
  4. 4. Die identifizierten Brüder sollen eine terroristische Ausbildung durch AlKaida erhalten haben
  5. 5. Es gibt im Internet Gerüchte, dass es ein Insiderjob war
  6. 6. Die Rechtspopulisten profitieren davon

Welche Schlüsse können wir daraus ziehen?

Eins Zwei und Sechs (PEGIDA und die Rechtspopulisten&xnbsp; greifen das Drama dankbar auf, um ihre kruden Gedanken in die Welt zu posaunen) sind unumstritten, die anderen Punkte sind mehr oder weniger spekulativ. Das bedeutet im ?#?Klartext?, dass bisher niemand mit Sicherheit sagen kann, aus welcher Ecke der Anschlag kam. Da zu wenig harte Fakten vorhanden sind, wissen wir eben nur, dass wir nichts wissen!

Erika Steinbach hat sich zum Massaker an den Karikaturisten der Satirezeitschrift Charlie Hebdo bei Twitter geäussert:

"Nur kath. Kirche kritisieren, sonst lebensgefährlich ;)"

Diese Äusserung der ultrakonservativen CDU-Politikerin führte letztendlich zu einer Strafanzeige gegen Frau Steinbach wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener".

Aus diesem Grund verleihe ich der&xnbsp; CDU-Politikerin Erika Steinbach den Goldenen Vollpfosten Januar 2015 für den geschmacklosesten Tweet im Internet!

Dann war da noch ...

Tür geht auf - 2 Terroristen mit Kalashnikows betreten eine Druckerei und sehen sich suchend um.

Eine Nichtgeisel tritt auf sie zu und fragt, ob sie behilflich sein kann. Da die Terroristen nur hilflos die Achseln zucken, fragt sie diese, ob es ihnen genehm wäre, wenn sie sich jetzt im Karton verstecken würde, um von dort aus die Polizei anzurufen.

Das scheint die Terroristen nicht zu interessieren, denn sie wenden sich ostentativ den Druckerzeugnissen und den Maschinen zu und fangen ein Gespräch darüber an, dass solche Druckereien wohl mitverntwortlich seien für die Verbreitung solcher Pamphlete wie der Satirezeitschrift. Währenddessen macht es sich die Nichtgeisel in einem grossen Karton bequem, nicht ohne vorher noch eine Flasche Wasser zu ergreifen und ruft dann ganz gemütlich die Polizei an, die sofort zu Hilfe eilt und die Geiselnehmer erschiesst - Ende des Märchens :D

cornelia warnke 9.01.2015

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