Produktion: Arbeitslose!

(es geht nur noch bergab!)

Durch Umstrukturierung der britischen Großbank HSBC werden weltweit bis zu 50.000 Stellen abgebaut! Da wird es auch viele Mitarbeiter in Deutschland geben, die bald auf der Strasse sitzen werden. Es gab eine neue Razzia bei der Deutschen Bank. Es ist anzunehmen, dass in Kürze auch dort eine "Reform" durchgeführt wird, die mehrere tausend Mitarbeiter freisetzen wird.

Was ist nun das Besondere daran? Es trifft ausgerechnet die Gruppe der arbeitenden Bevölkerung, die sich für unentbehrlich hielten und verächtlich auf Arbeitslose herunter schauten. Hartz4-Bezieher waren nach ihrer Meinung lediglich Schmarotzer, die auf ihre Kosten lebten. Nun trifft der Blitz gerade sie. Wie werden sie umgehen mit diesem neuen Erlebnis, arbeitslos zu sein und keine neue Anstellung zu finden, weil auch noch andere Banken ebenfalls Leute entlassen. Sie sind überflüssig geworden im kapitalistisch orientierten System! Sehen wir uns die Vergangenheit an, dann bietet sich folgendes Bild: einige werden sich suizidieren, weil sie mit der Situation nicht klar kommen. Etwa 30 - 50% werden mit der Zeit - je länger die Arbeitslosigkeit bei ihnen anhält - zu Alkoholikern. Ein kleiner Teil wird sich durchbeissen und eventuell in einem anderen Berufsfeld Fuss fassen. Viele werden dabei alles verlieren, was sie bisher erarbeutet haben. Den Anfang machen dabei Immobilien (Ein-Familienhäuser und Eigentumswohnungen), deren Kredite nicht mehr bedient werden können und die deshalb mit hohem Verlust für die Betroffenen einer Zangsversteigerung zum Opfer fallen. Meist ist es dann so, dass durch die Zwangsversteigerungen die Kredite nicht voll abgedeckt sind und sie nun kein Haus, keine Eigentumswohnung, aber einen Haufen Schulden haben, den sie niemals wieder abbauen können. Zwar sind heute Privatinsolvenzen möglich, aber damit ist dann auch der Traum von einem späteren Kredit - sollte es noch einmal eine feste Arbeit geben (was in der heutigen Zeit höchst unwahrscheinlich ist) begraben.

Der Spruch:"Wer hoch fliegt, kann tief fallen!" hat auch hier seine Bedeutung. Man muss kein ausgewiesener Experte sein, um zu sehen, dass die Mittelschicht mehr und mehr bröckelt. Die Luxuskaufhäuser KaDeWe und andere werden ebenfalls Federn lassen müssen, da ein neuer Investor mit ins Boot gestiegen ist. Bereits jetzt befürchten dort viele Mitarbeiter, dass ihre Arbeitsplätze gefährdet sein könnten. So zieht es sich durch alle Branchen und Politiker, die von Vollbeschäftigung faseln, sind grosse Lügner, die wider besseren Wissens solche Sprüche abseihern, nur um das Volk zu beruhigen. Da die Automation immer weiter voranschreitet, ist abzusehen, dass noch mehr Berufe den stillen Tod sterben werden, wie es beispielsweise beim Typograph (Schriftsetzer), um nur einen zu nennen, war, den es als Beruf nicht mehr gibt.

UPDATE 16. September 2015

Die Konzerne produzieren immer mehr Arbeitslose. Hewlett Packard, hat gerade 55.000 Stellen weltweit gestrichen. Nun die Rede davon, dass der Konzern umgebaut werden soll, weil unfähige Manager den Zug in die Zukunft verpasst haben. Das wird weitere 30.000 Stellen kosten, die Entlassungen sind bereits beschlossene Sache. Die Konzernspitze rechnet damit, dass dann ihre Aktie an der Börse wieder anzieht.

UPDATE 18. September 2015

Der Nachrichtenagentur dpa zufolge, die sich auf Insider beruft, will die HypoVereinsbank, ein Tochterunternehmen der italienischen UniCredit weitere tausend Stellen (bereits 2014 mehr als 1.500 Entlassungen) abbauen. Einem Pressebericht der italienischen Großbank zufolge soll der Konzern umgebaut werden.

Aus Finanzkreisen ist zu hören, dass es während des Umbaus aller Wahrscheinlichkeit nach mehr als 10.000 Entlassungen geben könnte. Das liegt wohl vor allem auch daran, dass ein Grossteil der Filialen geschlossen wurde und in absehbarer Zeit noch mehr geschlossen werden. Von den derzeit 580 Filialen werden am Ende wohl nur noch maximal 340 Filialen übrig bleiben.

In einem Interview hatte Personalchef Paolo Cornetta angedeutet, dass der Schwerpunkt der Entlassungen in Italien, Österreich und Deutschland sei. Allerdings nannte er da keine Zahlen. Eine neue Welle von arbeitslosen Bankangestellten wird dann auf einen Arbeitsmarkt treffen, der mit qualifizierten Fachangestellten gesättigt ist und sie nicht mehr aufnehmen kann.

Alles wird dem Moloch Kapitalismus geopfert. Sehen wir uns weltweit um, dann fällt auf, dass es überall "feindliche" Übernahmen gibt mit anschliessender Umstrukturierung und Schliessung vieler Betriebsstätten. Als erstes werden die Patente in andere Firmen verlagert, dann schneidet man die Filetstücke aus dem übernommenen Konzern. Der Rest wird entsorgt. Ein riesiges Heer von Arbeitslosen, die kaum noch Hoffnung haben, in einen Job zu kommen, von dem sie leben können.

Wann wachen die Menschen auf und setzen sich zur Wehr. Ein Prozent(!) der Weltbevölkerung dominiert mit seinem Reichtum 99% der übrigen Menschen. Als die Sklaven in den Vereinigten Staaten die Freiheit bekamen, hatten sie Angst, weil sie nicht wussten, was sie in Freiheit erwartet. So geht es dem grössten Teil der Bevölkerung auch heutzutage. Die Angst, was danach (nach einer Revolution) kommt. Nur aus diesem Grund können die Kapitalisten das Volk unten halten!

Also überwindet Eure Ängste! Steht auf und kämpft für Euer Recht!

 

cornelia warnke 9.06.2015

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