Erdogan - Herrscher ohne Skrupel

Erdogan bombardiert die PKK, kurdische Dörfer und greift alibihalber auch Stellungen des IS an. Es darf sich niemand wundern, wenn die Kurde zurückschlagen. Die PKK will Gerechtigkeit nach Jahrzehnten, in denen die Türkei viele Kurden ermorden liess. Aber so ist das, zuerst bringt man Menschen an den Rand des Wahnsinns, verfolgt und tötet sie, nur weil sie Kurden sind und vielleicht ihr Land, welches ihnen von der Türkei genommen wurde, neu beanspruchen könnten. Wehren sich diese Leute endlich, dann werden sie als Terroristen gebrandmarkt!

Nun will Erdogan auch der gemässigten prokurdischen Partei HDP ans Leder. Angeblich würden diese mit Terroristen fraternisieren. Das ist ein durchsichtiges Manöver, denn die HDP hatte bei den letzten Wahlen am 7. Juni 2015 stolze 13,1 Prozent Stimmen von türkischen Bürgern erhalten und Erdogans Partei verlor die absolute Mehrheit. Für einen durchgeknallten und grössenwahnsinnigen Politiker wie Erdogan muss das sehr schmerzlich gewesen sein. Nur so lässt es sich erklären, dass er sogar gegen demokratisch gewählte Abgeordnete vorgehen will und die Aufhebung ihrer Immunität fordert.

Dieser machtbesessene Mensch riskiert dabei die Destabilisierung auch der Türkei. Trotz seiner vielen Verbrechen und der Hinführung der Türkei zu einem totalitären Staat steht ihm die NATO als Bündnispartner zur Seite. Die Amerikaner halten eh zu ihm, weil sie sonst ihre Stützpunkte in der Türkei verlieren könnten. Um die USA ganz auf seine Seite zu ziehen, hat Erdogan schlauerweise den Amerikanern einen wichtigen Flughafen für ihre Kampfjets zur Verfügung gestellt, der bislang lediglich für den Start und die Landung von Kampfdrohnen verwendet werden durfte.

Die überwiegende Mehrheit der Jugend in der Türkei - vornehmlich in den Grossstädten - ist gegen diese Art der Politik. Das schert Erdogan aber wenig. Wer nicht für ihn, ist gegen ihn und damit sein Gegner, gegen den er sein Militär und die Polizei mit aller Härte vorgehen lässt. Leider hat sich die politische Situation unter Erdogan zum Negativen gewendet. Korruption innerhalb seiner eigenen Partei und seiner nächsten Umgebung darf nicht angeprangert werdehn, weil diese Leute sich sofort Repressalien ausgesetzt sehen. In den letzten Jahren liess er viele hohe Polizeioffiziere, Staatsanwälte und Richter aus ihren Ämtern entfernen, wenn sie anfingen, wegen Korruption gegen Erdogan und seine korrupte Partei zu ermitteln.

Die Türkei - ein Staat auf dem Weg in eine islamische Diktatur!

Das türkische Volk besteht zum grössten Teil aus Menschen, die warmherzig sind und denen Gastfreundschaft viel bedeutet. Es ist ein Volk, das im Prinzip weltoffen denkt und lebt. Natürlich gibt es diese Ausnahmen, die jedes Volk hat. Es gibt dort, wie in jedem anderen Staat Rechtsnationalisten und fanatische Religioten, die sich aber meist nur in ländlichen Gegenden tummeln. Ich würde mir wünschen, dass es Politikern wie Erdogan nicht gelingt, die Menschen umzukrempeln und aus ihnen religiöse Zombies zu machen, die keinen eigenen Willen mehr besitzen, weil die Texte des Koran ihnen dieses Denken abnehmen.

cornelia warnke 30.07.2015

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