Bundesanstalt für Arbeit und die Lüge über Vermittlungen von Hartz-IV Empfängern

EXTRA-3 TV hat es auf den Punkt gebracht statt 1 Million Arbeitsvermittlungen durch die Bundesagentur für Arbeit bleiben lediglich 60.000 erfolgreiche Vermittlungen übrig. Die BILD hatte in einer Schlagzeile gerufen: REKORD! 1 Million Hartz-IV´ler von der Bundesagentur für Arbeit erfolgreich vermittelt!

Bei näherem Hinsehen erweist sich das Ganze als Luftblase. Die getätigten Vermittlungen insgesamt waren es etwa 150.000 ergaben Plus Minus Null! - Denn es waren meist Vermittlungen in kurzfristige Arbeitsverhältnisse, die bereits nach einigen Monaten endeten.

Weiterhin werden Arbeitslose durch die Bundesagentur für Arbeit in asoziale Arbeits-Kurzverhältnisse gedrängt. Bosse machen hier ihren Schnitt, indem sie qualifizierte Fachleute sozusagen zum Nulltarif erhalten.

Manchmal könnte man auf den fiesen Gedanken kommen, da machen asoziale Geschäftsleute mit der Bundesagentur einen Superdeal. Wie sonst kann es sein, dass Arbeitslose mit abgeschlossener Berufsausbildung an Firmen vermittelt werden, die nur einen Bruchteil der ortsüblichen Gehälter zahlen.

Hinzu kommt das offensichtliche Versagen der Bundesagentur, was die eigenen Sachbearbeiter angeht. Viele von ihnen kommen aus völlig artfremden Berufen und haben lediglich einen mehrmonatigen Kurs hinter sich gebracht. Kein Wunder, wenn es dann an allen Ecken und Enden kracht immer zu Lasten der Hartz-IV Empfänger!

Es gibt viele Beispiele von Inkompetenz und gleichzeitiger Überheblichkeit und Arroganz gegenüber den Arbeitslosen. Hier nur ein Beispiel:

Ein arbeitsloser Engländer seit 30 Jahren in Deutschland unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, da aus einem EWR-Staat kommend, soll plötzlich eine Freizügigkeitserklärung beibringen. Das Ausländeramt verweigert diese mit der Begründung, aus England stammende Arbeitssuchende brauchen so etwas nicht.

Die Bundesagentur für Arbeit ignoriert dies jedoch und streicht dem Engländer das Geld. Er lebt etwa drei Monate lang auf Pump, wird von Amt zu Amt geschickt und erhält sogar von der Bundesagentur die schriftliche Drohung, ihm werde überhaupt kein Geld mehr bezahlt, wenn er seinen Pflichten nicht nachkomme. Zudem droht ihm auch noch die Kündigung der Wohnung durch seine Hausverwaltung, weil er nicht in der Lage ist, die Mieten zu bezahlen.

Mit den Nerven völlig fertig, bekommt er den Rat, zu einem Sozialanwalt zu gehen, was er schliesslich auch macht. Dieser Anwalt schaut sich alle Unterlagen an, macht einige Telefonate, spricht persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit vor und siehe da der Engländer erhält drei Tage später (!!!) rückwirkend sein gesamtes, ihm zustehendes Geld für drei Monate!

Wer nun denkt, dies sei vielleicht ein Einzelfall, der irrt...

cornelia warnke 12.04.2011

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