Das Märchen vom unendlichen Wachstum

(oder hat ein Mensch schon mal Bäume in den Himmel wachsen sehen)

Wenn niemand mehr etwas kaufen kann, ausser den Reichen, dann frisst sich der Kapitalismus selbst auf. Das ist seine Natur. Gewinnmaximierung (hört sich gar nicht so negativ an, oder) bedeutet nichts anderes, als die Ausbeutung menschlicher Ressourcen. Wie unrealistisch das Wirtschaftsdenken der Konzerne ist, lässt sich daran festmachen, dass sie jedes Jahr neues Wachstum fordern. Haben sie beispielsweise im Jahr 2014 einen operativen Gewinn vor Steuern von 20 Milliarden Euro gemacht und liegen damit 30% über dem Vorjahr, erwarten sie für das Jahr 2015 einen Gewinn von 20 Milliarden plus 40% Euro und so weiter. Selbst einem einigermassen hellen Erstklässler wird klar werden, dass diese Schraube sich nicht ewig nach oben drehen kann. Es gibt Bäume, die direkt in den Himmel wachsen, ja auch nur im Märchen.

Bereits heute sehen wir die Grenzen des Kapitalismus. Um ihn zu befeuern braucht der Kapitalismus Kriege, in denen er zerstört, um hinterher mit Profit wieder aufzubauen. Die Dummen, das sind immer die kleinen Leute, die sich für die Kapitalisten die Köpfe einschlagen. Kriege im Namen der Demokratie oder irgendeiner Religion dienen ebenso dem Kapitalismus, wie die Überflutung der Märkte mit Waren, die letztendlich niemand braucht. Dabei geht es im Kapitalismus auch immer um Macht. Denn wer die Macht hat, besitzt/kontrolliert auch das Kapital.

cornelia warnke 23.09.2015

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