Arbeitslose vs. Arbeitslose - ein infames Spiel

Die liebe Frau Nahles, ihres Zeichens Bundesarbeitsministerin, möchte etwas für Langzeitarbeitslose - die Zahl liegt bei etwa 43.000 - tun, damit diese in Lohn und Brot kommen. Auf den ersten Blick ein löbliches Unterfangen. Auf den zweiten Blick ... absolute Scheisse! Firmen bekommen Arbeitnehmer umsonst, denn das Bundesministerium übernimmt die Lohnkosten als Zuschüsse bis zu 100%! Natürlich wächst diese Geld nicht auf Bäumen. Woher also nehmen? Unsere Abgeordneten haben sich ja mal wieder einen ordentlichen Schluss aus der "Bundespulle" gegönnt. Da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Geld ist also knapp und dann fällt einer Frau Nahles ein, dass es ja noch die JobCenter gibt, die mehr als 4,4 Millionen Hartzer "verwalten". Da werden dann generell etwa 750 Millionen Euro gekürzt, damit das JobCenter sich mal Gedanken machen kann, wie sie die Nicht-Langzeitarbeitslosen durch gezielte Massnahmen und ohne Geldmittel wieder in Arbeit bringt.

Ich höre jetzt schon den Aufschrei der Menschen und denke so bei mir; "Gut gemacht, Frau Nahles! Das ist wahre Politik. Von der masslosen Gier deutscher Abgeordneter ablenken und Arbeitslose gegen Arbeitslose aufhetzen!" Das hat doch nicht nur ein "Gschmäckle", wie der Schwabe sagen würde, das ist ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Das Problem bei all den "Fehlern", die Politiker machen ist ja, dass später niemand diese Leute zur Verantwortung ziehen kann. Sie haben ein fürstliches Ruhegeld und mir ist kein einziger Fall bekannt, dass Abgeordnete oder Minister zur Rechenschaft gezogen wurden, es sei denn, es ist politisch gewollt(!).

Wie dem auch sei, berufliche Fort- und Weiterbildungen, sowie Massnahmen zur Ausbildung junger Menschen werden wohl gekürzt oder gestrichen werden müssen. Wobei ich bei einigen Massnahmen durchaus der Meinung bin, dass es sich bei ihnen lediglich um Gelddruckmaschinen für "Gemeinnützige GmbHs" handelt, die keinen anderen Zweck haben, als Geld für die zeitweise Verwahrung von Arbeitslosen zu erhalten. Daneben gibt es sehr wohl nützliche Trägergesellschaften, die in der Lage sind, Arbeitslose dazu zu bringen, auf dem Arbeitsmarkt eine Stelle zu erhalten.

cornelia warnke 16.05.2015

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