Von der Leyen und der Marine-Hubschrappschrapp

Immer wieder lustig, was so an Dämlichkeiten und Inkompetenzen an den Tag kommt. Da gibt es also einen neuen Marinehubschrauber mit der Bezeichnung MH90, der speziell für Einsätze über Nord- und Ostsee konzipiert wurde. Nun hat aber, einem internen Bundeswehrgutachten zufolge, dieser Hubschrauber so viele Mängel, dass er nicht zum Fliegen geeignet ist. Das erinnert stark an den amerikanischen Starfighter (Schönwetterflieger), der bei Regen nicht aufsteigen durfte, weil er dann die Neigung zu Abstürzen hatte.

Aus dem Grunde standen die F15 auch jahrelang in der Wüste rum, ohne geflogen zu werden. Trotzdem hatte F.J.Strauss dieses Kampfflugzeug gekauft (was ihm übrigens Millionen in seine Privatschatulle schwemmte) und damit das Leben vieler deutscher Piloten auf dem Gewissen.

Wird Ministerin von der Leyen sich auf ein ähnliches Abenteuer einlassen und den Hubschrauber trotz des negativen Gutachtens kaufen? Immerhin geht es hier um eine Milliardenbestellung. Erinnert sich noch jemand an das Fiasko mit den Drohnen ohne Zulassung? Die haben uns auch in etwa eine Milliarde Euro gekostet (von 500 Millionen ist offiziell die Rede) und es scheint niemanden zu interessieren, dass hier Steuergelder zugunsten bestimmter Konzerne einfach verbrannt werden.

Dem Gutachten zufolge erreicht der Hubschrauber nur die Flugleistungsklasse 3". Da ich keine Expertin auf diesem Gebiet bin, kann ich nur das wiederholen, was das Gutachten angibt. Flüge über Nord- und Ostsee, wofür der Hubschrauber angeschafft werden soll, sind demnach nach dieser Leistungsklasse nicht möglich. Ist so, als wenn jemand Marinetaucher werden wollte, dessen Trommelfelle perforiert sind „grin“-Emoticon

Warten wir die weitere Entwicklung ab und sehen uns an, wie die Ministerin sich letztendlich entscheiden wird.

cornelia warnke 1.3.2015

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