RAF oder Wer hat Angst vor jungen Studenten


CC by „RAF-Logo“ von Ratatosk Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

Heute ist der 14.April 2015. Im ZDF Info kommt um 22:30 Uhr "Die Geschichte der RAF". Da fallen mir wieder eine Menge Ungereimtheiten von damals ein. Zuerst werden intelligente junge Menschen desillusioniert, indem der Staat ihnen zeigt, dass sich eh nichts ändern wird und dann wundern sich Politiker, wenn eben diese neue Generation da nicht mitmachen will.

Die "Bild" und auch die Fernsehsender brachten in Riesenlettern "RAF bis an die Zähne bewaffnet und mit modernsten Waffen versorgt!

Was war geschehen? Angeblich hatte die RAF ein Paket nach Berlin geschickt, in dem sich ein Haufen "loser Patronen" befanden. Durch einen "Zufall" wurde das Paket beschädigt und es fielen mehrere Patronen Kaliber 7,62 NATO heraus, wie sie vom damaligen Sturmgewehr G3 verwendet wurden.

Sofort(!) wurden Stimmen bei Politikern und Polizei nach einer besseren Bewaffnung für die Polizei laut. Ja, man verlangte zum Schutz gegen die angeblich schwerst bewaffneten Terroristen sogar Panzer! Die von der Polizei damals verwendeten israelischen UZI vom Kaliber 9mm Parabellum Stahlmantel waren nun nicht mehr gut genug. Es sollten ebenfalls Sturmgewehre G3 sein.

Ich fragte mich damals, für wie blöd Polizei und Politiker gleichermassen die Bevölkerung hielten. Die RAF war eine erfolgreich agierende Gruppe, die viele Sympathisanten gerade in akademischen Kreisen und bei Künstlern hatten. War es möglich, dass diese intelligenten (waren alles Studenten) Menschen, die Terroristen genannt wurden, weil sie >Nazis erschossen, wirklich so dumm waren, in einen dünnen Pappkarton Patronen zu schütten, die allein durch den Transport hätten kaputt gehen können und dieses fragile Paket dann nach Berlin zu schicken?

Ich kann mir das ehrlich gesagt bis zum heutigen Tag nicht vorstellen und neige eher dazu, dass die Behörden (welche auch immer) hier das Paket selbst verschickt hatten und darauf hofften, dass es den Postbeamten auffallen würde. Ein Fake, um eine schon länger andauernde Debatte um eine militärische Bewaffnung der Polizei neu zu entfachen und somit den Weg frei zu machen für eine schon fast kriegsmässige Aufrüstung in Berlin.

Der angebliche Suizid der RAF-Leute in Stammheim wirft bis zum heutigen Tage Fragen auf. Überall auf der Etage waren Kameras, selbst in den Zellen. Es gab also keine einzige unbeobachtete Ecke dort. Wie also konnte sich da jemand, oder sogar mehrere suizidieren? Dieses Thema scheint Geschichte und die Justiz einschliesslich der Politik haben das abgehakt, genau wie der seltsame Tod eines Herrn Barschel in der Schweiz, der gegen hohe Politiker bei CDU/CSU aussagen wollte. Es gibt in der BRD eine ganze Reihe von politisch motivierten Morden, die entweder als Suizid, oder als milieubedingt, wie zum Beispiel bei der Nitribitt ausgegeben wurden.


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Das Bild zeigt den ExNazi und Kriegsverbrecher Hanns Martin Schleyer in der Gefangenschaft der RAF!

Schleyer befand sich bereits seit 43 Tagen in einem "Volksgefängnis" der RAF, die versuchte, ihre gefangenen Kameraden Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe frei zu pressen. Helmut Schmidt, damaliger Bundeskanzler der BRD, ging jedoch nicht darauf ein. Stattdessen begingen die drei Gefangenen in Stammheim angeblich gemeinsam Selbstmord. Schon damals wurde gemunkelt, der Staat habe die drei ermordet, um sie nicht frei lassen zu müssen. Allerdings konnte das nie bewiesen werden. Gleich, nachdem die Nachricht von diesem dubiosen Selbstmord an die Öffentlichkeit kam, wurde Schleyer mit drei Kopfschüssen hingerichtet.

Vielleicht zeigt ja doch einmal einer der Sicherheitsleute in Stammheim Reue auf dem Totenbett und wir erfahren die ganze Wahrheit.

cornelia warnke 26.4.2015

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