Was verbindet Serienkiller und hohe Amtsinhaber

Bericht zum Thema Psychologische Phänomene

Jim Kouri, Vizepräsident des amerikanischen Nationalverbands der Polizeipräsidenten, schreibt in einem Artikel, dass laut Studien der Abteilung für Verhaltensanalyse des FBI einige Persönlichkeitsmerkmale vieler Karrierepolitiker sich mit denen von Serienkillern decken würden.

„Psychopathie ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich bei Betroffenen darin äußert, dass diese Personen eine Mischung aus Charm, Manipulation, Einschüchterung und gelegentlicher Gewaltanwendung verwenden um andere zu kontrollieren und ihre eigenen selbstsüchtigen Bedürfnisse zu befriedigen.“

Weitere Merkmale seien eine ausgeprägte Redegewandheit, oberflächlicher Charm, eine übersteigerte Wahrnehmung des eigenen Egos, pathologisches Lügen und eine generelle Tendenz zur Manipulation von Personen. Psychopathen verfügen zudem auch über keinerlei Schuldempfinden, haben keine Gewissensbisse, weisen jede Verantwortung stets von sich und sind nicht in der Lage, Empathie zu zeigen. Ihr Lebensstil charakterisiere sich durch ein Verhalten, das Impulsivität, Verantwortungslosigkeit, parasitäre Neigungen und ein Fehlen realistischer Lebensentwürfe aufzeige.

Nicht alle Psychopathen würden automatisch zu Serienkillern, aber Serienkiller würden viele psychopathische Merkmale aufweisen. Gewaltverbrecher mit psychopathischen Charakterzügen seien in der Lage Überfälle, Vergewaltigungen und Morde zu begehen, ohne sich dabei um gesetzliche, moralische oder gesellschaftliche Folgen zu kümmern.

Viele dieser Merkmale ließen sich außerdem bei Männern und Frauen finden, welche speziell machtvolle Positionen in der Gesellschaft anstreben, inklusive politische Ämter. Obwohl Politiker normalerweise nie direkte physische Gewalt ausüben, „ahmen sie meistens Verhaltensweisen nach, die sie in einer bestimmten Situation für angemessen halten, darunter gespielte Trauer, Empathie, Sympathie oder andere menschliche Reaktionen auf äußere Reize“, so Kouri.

Weitere Persönlichkeitsmerkmale von Psychopathen seien ein ausgeprägter Narzissmus, maßlose Selbstsucht und Eitelkeit.

„Obwohl viele hochrangige Politiker natürlich verleugnen würden, dass einige ihrer Persönlichkeitsmerkmale mit denen von Serienkillern oder anderen Berufsverbrechern übereinstimmen sind solche Untersuchungen trotzdem Teil einer psychologischen Profilerstellung, die verwendet werden kann, um das Verhalten von Funktionären und Gesetzgebern auf allen Ebenen des Staatsapparates zu beurteilen“, so Kouri.

Quelle: Serial killers and politicians share traits

Damit wir uns nicht falsch verstehen, letztendlich geht es um Psychopathen, die aber auch Serienkiller sein können. Je mehr Merkmale auf bestimmte Personen zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass jemand zum Serienkiller oder Massenmörder werden kann (!) nicht zwangsläufig werden muss.

Ich möchte da an das 3. Reich erinnern, wo von scheinbar völlig normalen Menschen, die vorher nie aufgefallen waren, Massenmord betrieben wurde. Alle diese Menschen hatten in der Tat weder ein schlechtes Gewissen, noch konnten sie deshalb schlecht schlafen. Es fehlte ihnen allen die Empathie - das Mitgefühl anderen Menschen gegenüber.

Schauen wir uns manche Staatsanwälte und Richter der heutigen Zeit an, dann erinnert das fatal an alte Zeiten im 3. Reich. Mein vor Jahren geschriebenes Essay handelt zwar nicht von Serienkillern, beleuchtet aber etwas die Psyche mancher Beamten.

http://cornelia-warnke.de/psycho/moral.htm

cornelia warnke 29.05.2014

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