Universitäten - Der verlängerte Arm des Militärs

Nun ist es also geschafft! Immer mehr Privatuniversitäten bekommen Aufträge zur militärischen Forschung im neunstelligen Eurobereich. Da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Das alles im Namen der Freiheit und des Friedens.

Ist doch schön zu sehen, dass es den Privatschulen gut geht. Sie haben immerhin mehr als 360 Millionen Euro für militärische Forschung erhalten. Sollten die Gelder von der Bundesregierung nicht besser in zivile Forschung und eine bessere Ausbildung der Studenten investiert werden, die kein Interesse an militärischer Forschung haben?

Statt etwas für eine gesunde Gesellschaft zu tun, werden Studenten und Wissenschaftler mit hohen Geldsummen und dem Versprechen gelockt, an etwas Sinnvollem zu forschen, nämlich an Waffensystemen, die in der Lage sein sollen, ganze Völker ohne grosses Risiko mit Hightechwaffen zu vernichten.

Es dürfte den Steuerzahler vielleicht auch interessieren, dass selbst Universitäten, die eine Klausel unterschrieben haben, dass ihre Forschungen nur friedlichen Zwecken dienen, ebenfalls Gelder vom Verteidigungsministerium für militärische Forschung erhalten und angenommen haben. Da reibt sich der etwas naiv denkende Mensch die Augen und fragt sich, ob denn militärische Forschung friedlichen Zwecken dienen könne.

So etwas hatten wir bereits im Zweiten Weltkrieg, als Wissenschaftler die Atombombe entwickelten, um Nazideutschland zu stoppen. Die meisten der Wissenschaftler, die am "Manhattan-Projekt" gearbeitet hatten, waren hinterher entsetzt über das Ausmass der Vernichtung, der von ihnen geschaffenen Superbombe.

Zwischenzeitlich haben andere Wissenschaftler das weiter entwickelt und noch viel schlimmere Systeme durch ihre Forschung ermöglicht. Wie weit wollen wir als Menschen noch gehen? Haben wir vielleicht ein Suizidgen in uns, welches daraufhin programmiert ist, dass wir uns nach einer gewissen Zeitspanne auf dieser Erde selbst vernichten?

Ich möchte euch bitten, denkt einfach mal drüber nach, wie weit wir alle noch gehen wollen...

cornelia warnke 6.07.2014

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