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Tutorial TOR

Was ist das? The Onion Routing (TOR) anonymisiert deine Verbindungsdaten.
Wofür kann man es gebrauchen?
Zur eigenen Sicherheit.

Schauen wir uns mal das Internet an und sehen, was da so alles passiert. Wenn wir das getan haben, dann dürften sich die obigen Fragen von selbst beantwortet haben.

Wer im Internet surft, macht sich meist keine Gedanken darüber, ob das jemand mitbekommt oder nicht. Die gängigste Antwort auf die Frage: "Hast du keine Angst, dass die Geheimdienste oder Konzerne durch dein Surfverhalten ein Profil von dir erstellen?", ist in fast allen Fällen: "Warum sollte ich Angst davor haben, ich habe doch nichts zu verbergen."

Liebe Leute, es geht doch nicht darum, dass ihr nix zu verbergen habt, sondern darum, dass sowohl Konzerne , als auch Geheimdienste bald mehr über euch wissen, als ihr selbst. Konzerne beispielsweise können anhand des Profils, was sie von euch erstellt haben, genau sagen, wie sie euch dazu bringen, Dinge zu kaufen, die ihr letztendlich nicht braucht.

Geheimdienste zum Beispiel erkennen, wie ihr politisch eingestellt seid. Besucht ihr zum Beispiel sehr oft islamistische Seiten und zeigt in einigen Fällen auch noch Zustimmung oder Sympathie, steckt man euer Profil gleich mal in den Kasten der potentiellen "Gefährder". Wenn das passiert, steht ihr auf einer Liste und selbst eure privatesten Gespräche werden abgehört. Nun sagt mir bloss nicht, ihr findet es toll, dass irgendwo Geheimdienstmitarbeiter vor dem Monitor sitzen oder über Mikrofon bei euch sind und sich beim Zuhören einen wichsen!

Hier kommt nun das Tor-Browser-Paket ins Spiel. Was beinhaltet dieses Tor-Browser-Paket?

  • 01.) Firefox ESR (Extended Support Release)
  • 02.) eingebaute Plug-ins
  • 03.) HTTPS Everywhere
  • 04.) NoScript
  • 05.) nach Installation auch Portable auf USB-Stick
  • 06.) Einstellungen per Schieberegler
  • 07.) Disconnect (lässt dich anonym mit Google suchen)
  • 08.) ohne Spezialkenntnisse nutzbar
  • 09.) Verschleierung der eigenen IP
  • 10.) Umgehung von Ländersperren

Wer Mails verschicken oder empfangen will, sollte sich den Thunderbird downloaden, ihn installieren und anschliessend das Add-On TorBirdy über "Extras >>--->Add-On in Thunderbird implementieren.

Eins muss ich vorweg sagen: "Einen absoluten Schutz gibt es nicht" Aber - man kann es potentionellen Schnüfflern verdammt schwer machen." Man muss sich das übertragen auf unsere häusliche Situation vorstellen. Wir können die Wohnung noch so gut sichern. Wenn ein Profi hinein will, schafft er das auch. Aber keine Bange, Profis sind nur an Wohnungen interessiert, bei denen sie glauben, hochwichtige Dinge oder grosse Werte zu finden. Wir als normale User dürften für Profis kein Anreiz sein, kostbare Zeit für nix zu verschwenden. Aus diesem Grund dürften wir also einigermassen sicher sein vor staatlichen Hackern.

Kommen wir zur Installation, die mehr als einfach ist. Wir holen uns das Tor-Browser-Paket von Heise, Chip.de oder direkt von TorProject.org.

Bei der Installation auf dem Rechner lassen wir alles, wie es ist und bestätigen lediglich die Ausführung. TOR installiert sich in einen von ihm generierten Ordner auf unserem Desktop. Den Ordner können wir später, wenn wir alles konfiguriert haben, einfach kopieren und auf einem USB-Stick als Portable Version ablegen. Das sieht dann so aus:

Wenn wir TOR nun das erste mal aufrufen und die "Glückwunschseite" erscheint, wissen wir, dass alles im Lot ist.

Nachdem wir die TOR-Netzwerkeinstellungen angeklickt haben, erscheint folgende Meldung, die besagt, dass unser anonymisieren geklappt hat und wir nun eine andere IP haben, die uns jetzt als Niederländer ausweist:

Schauen wir uns doch ein wenig auf der Seite um. Ihr seht sicher in der linken oberen Ecke die Zwiebel. Klickt mal da rauf. Es wird sich ein Pop-Up-Menü öffnen, in dem ihr einige Einstellungen vornehmen könnt. Gleichzeitig seht ihr aber auch, über welche verschiedenen IPs ihr jetzt im Internet seid.

Nun solltet ihr - und das ist nun wirklich das Letzte, was ihr tun solltet - die Sicherheitseinstellungen anpassen. Es hat sich erwiesen, dass das "obere Mittel" sicher ist, euch nicht zu sehr einschränkt und zudem auch noch schnell genug.

Das wäre es dann schon und ich denke, ich habe nicht zu viel versprochen, als ich schrieb, es ist nicht schwierig mit TOR umzugehen. Ich wünsche euch viel Spass beim nun hoffentlich ungestörten und auch unbeobachteten Surfen. mit Tor. Auch Snowden hat immer TOR genutzt, was eine ganze Menge über die Sicherheit dieses Projektes aussagt.

Nun aber ab zu Fratzebuch und amüsiert euch!

cornelia warnke 10.05.2015

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