Tipps und Tricks rund ums Betonieren

Betonieren

Betonieren

Da ich früher in meiner kleinen Firmengruppe auch eine Baufirma mein eigen nannte, werde ich auch heute noch von Garten- oder Häuslebesitzern gefragt, wie man dieses oder jenes machen könnte. Eine Frage, die dabei oft kommt, ist die, wie man mit Beton arbeitet.

Zuerst müsst ihr wissen, was ihr betonieren wollt. Ein Fundament für eine Garage zum Beispiel muss anders berechnet werden, als ein betonierter Gartenweg, von dem ich eh abrate, weil er meiner Meinung nach hässlich ist. Da bietet es sich eher an, aus Beton individuelle Platten herzustellen, die man vor dem Trocknen noch mit weissen Kieselsteinen verschiedener Grösse dekorieren kann. Dabei können auch durchaus Muster in den Beton gelegt werden. Die Plattengrössen können individzuell gewählt werden. Der Einfachheit halber tendiere ich zu geometrischen Formen, weil sich da die Verschalung besser einrichten lässt. Wir können uns nun aus Stahlblech oder auch Holz eine entsprechende Schablone bauen. Auf ebenem Boden breiten wir eine etwas dickere Folie aus, auf die wir unsere "Backform stellen. Anschliessend füllen wir den Beton ein. Aber so weit ist es noch lange nicht.

Beschäftigen wir uns etwas näher mit dem Grundstoff Beton, dann stellen wir fest, dass es verschiedene Klassifizierungen gibt. Brückenbaubeton ist eben anders, als der Beton, den wir verwenden, um das Rohr vom Gartenzaun in die Erde einzubetonieren. Dazu eine kleine Tabelle:

Zugehörigkeit Betonklassen
Festigkeitsklassen
Beton
Konsistenz
Beton
Festigkeit Anwendung Bezeichnung Eigenschaft
B5
B10
Nur für unbe-
wehrten Beton
KS steif
B15
B25
B35
B45
B55
Für unbewehrten
und bewehrten Beton
KP
KR
KF
plastisch
weich
fiessfähig

Es gibt drei Möglichkeiten, wie wir an unseren Beton kommen. Bei grösseren Flächen sollten wir uns überlegen, ob es nicht einfacher ist, sich Fertigbeton kommen zu lassen. Wenn wir aber nur überschaubare Flächen betonieren wollen, dann mischen wir entweder von Hand (für kleine Flächen) oder aber mit der Betonmischmaschine. Im Baumarkt gibt es gerade für Häuslebesitzer, die im Garten mit Beton arbeiten wollen, bereits ab 150 Euro brauchbare Geräte. Nun müssen wir aber noch wissen, was alles zum Beton dazu gehört und wie die Mischungsverhältnisse sind. Als Mittelmass nehmen wir Kies der Korngrösse 0-16mm. Das deckt die meisten Anwendungen ab. Für Estrich allerdings 0-8mm.

Baustoffbedarf für Beton
Klasse Konsistenz Mischung kg
Zement:Kies
Baustoff für 1m³
verdichteten Beton/kg
Zement      Kies
B5 KS 1:15
1402050
B10 KS 1:10
1901950
B15 KP 1:6,7
2801870

Ich habe es für den Privatanwender bei diesen drei Klassen belassen. Wir haben also jetzt unseren Beton bereits verarbeite. Jetzt müssen wir ihn aber noch verdichten, da sich im Beton jede Menge kleiner Hohlräume befinden. Für die Herstellung von Wegplatten reicht zur Verdichtung ein Fäustel 1500g. Wollen wir Treppenstufen oder ein Fundament verdichten, dann können wir uns selbst einen Verdichter bauen. Dazu nehmen wir ein Eisenrohr 30mm, schneiden es auf etwa 80cm zu, schneiden von dem gleichen Rohr noch ein etwa 40cm langes Stück ab und schweissen es am Rohr als Handgriff fest. Dann besorgen wir uns vom Schrottplatz ein kleines Stück Eisenblech, etwa 10mm stark und schneiden es auf 25x25cm zu. Dieses Blech schweissen wir nun an der Unterseite des Rohres an und haben nun einen recht passablen Stampfer, mit dem sich Treppen, kleinere Flächen und Streifenfundamente verdichten lassen.

Damit wir unsere Schalungen öfter verwenden können, benutzen wir ein Trennmittel, welches auf die Schalung aufgebracht ist. Das Trennmittel besteht in der Regel aus Öl. Wollen wir beispielsweise einen Garagenboden betonieren, dann müssen wir darauf achten, eine etwa 5cm starke "Sauberkeitsschicht" aus Kies aufzubringen, der den Beton von der Erde trennt. Bei einem Garagenboden empfiehlt es sich. zwei Dehnungsfugen mit einzuplanen, für die es extra Fugenprofile aus Gummi gibt.

 

Dübeln

Dübeln

Was ist zu beachten?

1. Wie ist die Wandbeschaffenheit
Bei Stein und Beton bohrt man mit Hammerwerk.
Gips- und Rigipswände ohne (!) Hammerwerk.

2. Welchen Dübel verwende ich
Für die meisten Dinge reichen Universaldübel aus.
Für Rigips gibt es Spezialdübel.
Sollen schwere Hänge- oder Spiegelschränke an die Wand, gibt es ebenfalls Spezialdübel.
Je schwerer der Gegenstand, desto länger und dicker der Dübel.

3. Das Bohrloch
Das Loch sollte ca. einen Zentimeter länger sein, als der Dübel.
Bei Rigips sollte das Bohrloch etwas kleiner als der Dübel sein.
Bei Bohrungen in Stein oder Beton muß das Bohrloch von Staub gereinigt werden. Ansonsten findet der Dübel schlecht Halt.
Darauf achten, daß immer rechtwinklig (!) gebohrt wird.

4. Das Bohrloch ist zu groß geworden
Für leichte Gegenstände vergrößert man das Loch vorsichtig nach innen konisch (!). In der Wand ist das Loch also wesentlich größer, als die Eingangsöffnung. Nun spritzt man vorsichtig Bauschaum in das Loch, bis es austritt und steckt sofort (!) den Dübel ins Bohrloch. Bauschaum, der danach noch austritt, wird nach dem Aushärten vorsichtig mit dem Cuttermesser abgeschnitten.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Gips anzurühren und mit kleinen Sägespänen zu versetzen. Wenn der Gips ausgehärtet ist, kann man nun vorsichtig ohne Hammerschlag bohren und erhält ein sauberes Bohrloch. Die Sägespäne tragen dazu bei, daß der Gips ziemlich fest wird und das Bohrloch nicht ausfranzt.

cornelia warnke 9.05.2014

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