Tipps und Tricks rund ums Haus

Alles rund um die Küche

Tipps, Tricks und Rezepte
Essen angebrannt Essen versalzen Gefüllte Tomaten
Resteessen Armer Ritter Pfanne brennt

Essen angebrannt

Kommt euch das bekannt vor? Essen köchelt auf dem Herd, ihr rührt darin um und euch ist klar, das Essen dauert noch ein Weilchen, bis es fertig ist. Also - nur mal schnell ran an den PC und schauen, ob wer was in Facebook gepostet hat. Oh ja – da sind ein paar coole Sprüche von Freunden, auf die ihr unbedingt antworten wollt. Die Zeit vergeht und das Essen in der Küche ist aus dem Gedächtnis geschwunden. Plötzlich riecht ihr etwas und blitzartig kommt die Erinnerung wieder; das Essen auf dem Herd.

Ihr rennt in die Küche, bekommt einen Hustenanfall, weil die Küche verqualmt ist und reisst erst einmal das Fenster weit auf. Oberflächlich gesehen scheint das Essen in Ordnung, aber ihr wisst aus Erfahrung – schliesslich hat der PC euch nicht das erste mal abgelenkt – das Verbrannte befindet sich auf dem Topfboden. Jetzt nur nicht umrühren, sonst kann das Essen komplett in das Toilettenbecken. Also ganz vorsichtig in einen anderen Topf umschütten, den Topf mit dem angebrannten Essen unter den Hahn, heisses Wasser einfüllen und Spülmittel rein. Jetzt kümmert ihr euch um das restliche Essen und probiert vorsichtig, ob das Verbrannte schon durchgeschlagen hat.

Schmeckt das Verbrannte nur leicht durch, kann man eventuell durch Strecken mit Wasser und Beigabe verschiedener Gewürze das Essen einigermassen wieder hinbekommen. Ansonsten weg ins Klo!

Wie aber wird der Topf wieder sauber? Das heisse Wasser und das Spülmittel haben zwischenzeitlich dafür gesorgt, dass sich die Essensreste nicht im Topf verfestigen. Mit einem Plastikspachtel vorsichtig den Topfboden säubern und das Ganze weg schütten. Wieder heisses Wasser und Spülmittel in den Topf füllen. Nun gehen wir zuerst mit einem Topfreiniger aus Kunststoff zu Werke und säubern den Boden, bis das Angebrannte weg ist. Nun nehmen wir einen Scheuerschwamm und „massieren“ den Topfboden, bis er wieder wie neu glänzt. Bleibt trotzdem eine Spur unserer Nachlässigkeit zurück, nicht verzweifeln. Wir streuen Backpulver in den Topf, füllen etwas heisses Wasser ein und lassen den Topf samt Inhalt über Nacht stehen. Am nächsten Tag sollten sich auch die letzten Reste leicht mit dem Scheuerschwamm entfernen lassen. Auf keinen Fall versuchen, mit Scheuersand und Edelstahltopfreiniger dem Elend zu Leibe zu rücken. Damit ruiniert man jeden guten Topf!

 


 

Essen versalzen

Es kann schon mal passieren, dass man das Essen zu salzig macht. Am Mittagstisch kommt dann der obligatorische Spruch: „Aha, da ist wohl jemand schwer verliebt.“

Was aber tun wir, wenn uns das Salzpaket aus der Hand und in den Topf fällt, oder sich der Deckel von der Salzdose löst und ein dicker Klumpen Salz ins Essen rauscht. Passiert uns das beispielsweise bei Nudeln sollten wir sofort(!) das Wasser abgiessen. Am besten ins Abwaschbecken ein grosses Sieb stellen und die nudeln dort aus dem Topf schütten. Den Topf mit heissem Wasser ausspülen und mit heissem Wasser die Nudeln abspülen. Dann die Nudeln und heisses Wasser aus der Leitung in den Topf. Handelt es sich dagegen um Sossen, dann am besten mit Wasser strecken, eine roke Kartofel (oder auch zwei) in die Sosse geben und das Ganze verfeinern, indem man einen Schuss Sahne zugibt. Bei Suppen sollte man auch mit Wasser verlängern und eine oder mehrere rohe Kartoffeln, geschält und in Scheiben geschnitten, zugeben. Später kann man die Kartoffeln entweder mitessen oder aus der Suppe entfernen.

Ganz allgemein gesehen, sollte man immer(!) sorgsam mit Salz umgehen. Eher zu wenig, als zu viel, denn Jeder kann ja nachsalzen, wenn es ihm zu dröge ist.

 


 

Gefüllte Tomaten

Zutaten:

  • 8 M.-große Tomate(n)
  • 350 Gramm Kartoffeln, geschält, gewürfelt
  • 100 ml Rahm
  • 1 Ei(er), verklopft
  • 2 Zehe/n Knoblauch, gepresst
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt
  • 3 Teel. Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 100 Gramm Käse, geraffelt, nach Belieben
  • 1 Essl. Butter
  • 2 Essl. Paniermehl
  • Einige Mandeln (Blättchen)

Zubereitung: Von den Tomaten "Deckel" abschneiden. Tomaten aushöhlen und zur Seite stellen. Kartoffeln weich kochen und durchs Passe-Vite treiben. Rahm, Ei, Knoblauch, Gewürze und Käse mit dem Kartoffelbrei mischen. Die Masse in die Tomaten füllen, und in eine feuerfeste Form stellen. Butter schmelzen, die Füllung damit bepinseln, Paniermehl und Mandelblättchen darüberstreuen und bei 200° C während 15 Minuten gratinieren.

Anschliessend mit glattblättriger Petersilie garnieren und "Guten Appetit". Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

 


 

Resteessen

Einkauf verpasst - was nun?

Schauen wir doch mal nach, was unsere Vorratsschränke so alles hergeben. Davon ausgehend, dass wir die nachfolgenden Lebensmittel im Haus haben, können wir ein leckeres Resteessen "bauen".

Zutaten:

  • 1 grosse Tasse Reis
  • 2 grosse Tassen Wasser
  • 1 Zwiebel
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 300 g Weißkohl
  • 1 Dose Mais, mittelgross
  • 2 Dosen Artischockenherzen
  • 2 Gläser Tomatensauce, Toscana
  • Salz und Pfeffer

Natürlich können wir von jeder Sorte auch mehr nehmen, wenn vorhanden. Schliesslich handelt es sich hier um ein Resteessen.

Die ungefähre Arbeitszeit beträgt in etwa ca. 15 moderate Minuten. Der Schwierigkeitsgrad ist eher simpel zu nennen. Den Reis gemäß Packungsanweisung zubereiten. Das Gemüse in Stücke schneiden und in einem Topf anbraten. Dosengemüse abtropfen lassen und untermischen. Nun die Sauce dazugeben, kurz aufkochen und den Reis unterrühren. Abschmecken und servieren. Guten Appetit!

 


 

Armer Ritter

Wir haben nicht eingekauft und wollen aus dem, was Kühl- und Vorratsschrank hergibt, ein Essen zaubern - ein so genanntes Resteessen.

Zuerst schauen wir mal nach, was im Vorratsschrank ist. Da haben wir:

  • trockenes Brot
  • Zwiebeln
  • Eier
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Im Kühlschrank befinden sich:

  • Gemüse
  • Wurst
  • Schinken
  • Käse
  • Oliven

Zubereitung

Das alte trockene Brot schneiden wir in Scheiben. Die Eier verrühren wir mit Salz und Pfeffer, legen die Brotscheiben da rein und wenden sie. In einer vorgeheizten Pfanne braten wir sie mit Öl goldbraun.

Unsere anderen Zutaten hatten wir bereits vorbereitet, indem wir alles klein schneiden. In einer zweite Pfanne wird eine klein geschnittene Zwiebel in Öl kurz angebraten und das Gemüse, Wurst, Schinken, Oliven hinzu gegeben. Das Ganze wird wie ein Ragout angebraten, mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt und anschliessend der Käse drüber gemacht, bis er zerläuft. Die Zubereitung ist recht einfach und man braucht in etwa komplett 20 Minuten.

Zum Schluss werden die vorgewärmten Teller auf den Tisch gestellt, auf jeden Teller kommt eine goldbraun angebratene Scheibe Brot und darauf richten wir unser "Gemüseragout" an.

 


 

Pfanne brennt

Hilfe - meine Pfanne brennt

Das ist passiert; einmal nicht aufgepasst, das Öl hat die Siedetemperatur von 300° Celsius überschritten und das Öl fängt zu brennen an. Eine Reflexhandlung bei vielen Menschen ist, das Feuer mit Wasser zu löschen. Es gibt eine regelrechte Explosion, eine riesige Stichflamme und um uns herum beginnt alles zu brennen, einschliesslich unserer Haut. Was ist geschehen?

Das Wissen um bestimmte chemische Vorgänge hilft uns da bei der Aufklärung: wenn das Wasser auf das brennende, siedende Öl trifft, verdampft das Wasser schlagartig und reisst damit viele kleine extrem heisse Öltröpfchen mit. In der Luft kommt dieses explosive Gemisch mit Sauerstoff zusammen, der dafür sorgt, dass viele Materialien besonders gut brennen. Diese Öltröpfchen treffen also auf den Sauerstoff und entzünden sich mit einem Schlag, was die explosionsartige Stichflamme erklärt.

Was also kann man tun, bevor es zu so einem Fiasko kommt? Wenn Feuer Sauerstoff braucht, dann müssen wir dafür sorgen, dass die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Wenn wir also auf die brennende Pfanne einen passenden Deckel legen, dabei aber vorher unseren Herd ausschalten, dann sollte das Feuer unter dem Deckel ersticken. Ist kein Deckel vorhanden, nehmen wir eine alte Decke, legen sie zweimal zusammen und dann über die Pfanne. Auch hier sollte recht schnell das Feuer ersticken. Wir sollten aber darauf achten, dass die Decke nicht aus Kunststoff ist, sonst könnte es sein, dass wir das nächste Problem bekommen, nämlich mit giftigen Dämpfen.

Alles in allem wird es noch ein wenig aus der Pfanne qualmen. Wenn wir genügend lange warten, bis es sich gut abgekühlt hat und dann(!) erst die Fenster öffnen, um zu lüften, sollte der Schrecken überstanden sein.

Also - NIE brennnendes Öl mit Wasser in Verbindung bringen!!!

 


 

cornelia warnke 13.05.2014

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