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XAMPP und WordPress auf dem eigenen Rechner

 

Ich wurde bereits mehrfach gefragt, welchen Sinn es haben soll, mit WordPress offline zu arbeiten. Da gibt es gleich mehrere gute Gründe. Der PC muss nicht immer online sein und man kann ganz in Ruhe an seinen Dateien arbeiten und wenn sie in der richtigen Form sind, auf seinen Internet-Blog exportieren. Störungen durchs Netz sind dabei ausgeschlossen. Für Anfänger von WordPress fällt die Angst weg, etwas in ihrem Blog „kaputt zu machen“. Damit ist nicht nur ein stressfreieres Arbeiten möglich, Anfänger können auch ohne Gefahr für ihre Daten mit WordPress und seinen Möglichkeiten experimentieren.

Wenn wir mit WordPress auf unserem PC arbeiten wollen, brauchen wir allerdings auf dem PC auch einen Server wie Apache. Um das Ganze relativ einfach zu gestalten, holen wir uns dazu von Heise oder Chip.de "XAMPP". Dabei achten wir darauf, ob wir einen 32 oder 64 Bit Rechner haben.

Es gibt auch eine portable Version - ich erkläre hier allerdings die installierte Version, die im übrigen kostenlose Freeware ist. Achtet darauf, dass ihr eine aktuelle Version downloaded. Das Installieren ist fast schon selbsterklärend. Wichtig ist bei einer Festinstallation, dass ihr XAMPP im Rootverzeichnis "C:" installiert.

Sollte im Laufe eurer Installation eine Warnung auftauchen:

"Important! Because an activated User Account Contro (UAC) on your system some functions of SAMPP are possibly restricted. With UAC please avoid to install XAMPP to C.\Program Files (x86) (missing write permissions). Or deactivate UAC with msconfig after this setup"

könnt ihr die ruhig ignorieren. Nur mal informatioshalber: unten links auf den Win-Button klicken und dann "msconfig" eingeben und "Enter". Hier befinden sich dann verschiedene Stellschrauben, mit dem ihr euer Windows beeinflussen könnt.

Schaltet ihr beispielsweise "UAC" aus, dann habt ihr zwar vollen Zugriff auf alle XAMPP- Funktionen, bietet aber einem eventuellen externen Angreifer die Möglichkeit, euren PC zu entern.

Habt ihr das alles richtig gemacht, könnt ihr euren Browser aufrufen und in die Adresszeile "localhost" eingeben.

Nun wählt ihr als Erstes eure Landessprache aus. Anschliessend klickt ihr in der linken Sidebar auf "phpMyAdmin".

Ändert nichts an den Standardeinstellungen, tragt dort nur den Namen der neuen Datenbank - in diesem Fall "wordpress" - ein. Damit habt ihr bereits eine MySQL-Datenbank "wordpress" installiert.

Kommen wir zu WordPress - ihr solltet schauen, welche Version die Netzfrauen benutzen, damit ihr euch die gleiche Version downloaden könnt. Die heruntergeladene ZIP-Datei entpackt ihr dann in dem XAMPP-Ordner "/htdocs/wordpress".

Nun geht ihr in das Verzeichnis "wordpress" und sucht die Datei wp-config-sample.php. Öffnet die Datei mit dem "Notepad-Editor" und schaut euch erst einmal in Ruhe die Settings an.

Der Reihe nach:

  • 1. define('DB_NAME', 'wordpress'); das ist der Name eurer Datenbank
  • 2. define('DB_USER', 'root'); der Standard Benutzername bei MySQL
  • 3. define('DB_PASSWORD', ''); hier empfehle ich, kein Passwort zu verwenden
  • 4. define('DB_HOST', 'localhost'); keine Änderung
  • 5. define('DB_CHARSET', 'utf8'); keine Änderung
  • 6. define('DB_COLLATE'; ''); keine Änderung

Damit sind die Einstellungen abgeschlossen und ihr speichert die Datei im gleichen Verzeichnis als "Speichern unter: wp-config.php" ab.

Nun geht ihr wieder in den Browser und schreibt in die Eingabezeile:

Nun müsst ihr noch die Plugins und Theme aktivieren Auf dem WP-Dashboard gibt es eine Import/Export-Funktion, mit der ihr eure fertigen Artikel dann in euren Internet-Blog hochladen könnt.

Sobald ihr euren PC ausschaltet, wird natürlich auch euer Server ausgeschaltet und muss beim erneuten Booten des Rechners wieder eingeschaltet werden. Damit ihr dazu nicht immer in das Rootverzeichnis müsst, geht ihr noch ein mal in das XAMPP-Verzeichnis und sucht dort den Button „xampp-control“. Nun geht ihr mit eurer Maus auf diesen Button und klickt ihn mit der rechten Maustaste an. Im darauf erscheinenden PopUp-Menü klickt ihr anschliessend auf „An Taskleiste anheften“. Nun könnt ihr den Server bequem vom Desktop aus an- und ausschalten.

Damit ihr in WordPress auf Eurem Rechner ebenfalls schnell reinkommt, macht ihr einfach ein Lesezeichen auf WordPress und könnt es von dort aus aufrufen, ohne euch um die Adresse zu kümmern.

Und nun wünsche ich euch viel Spass und Freude beim Arbeiten und Experimentieren

 

cornelia warnke 4.07.2014

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