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Virtualbox-Tutorial

Eine virtuelle Box ist, wie der Name schon sagt, virtuell und verschwindet entweder, wenn sie nicht gespeichert wird, im Orkus, oder aber sie wird gespeichert und kann immer wieder mit dem darin installierten Betriebssystem aufgerufen werden. Dabei ist es gefahrlos möglich, neue Programme in der Box auszuprobieren. Wenn man dann die Box so eingestellt hat, dass sie auch mit dem Hauptsystem kommunizieren kann, dann lassen sich gefahrlos aus der Box saubere Files ins Hauptsystem übertragen. Ja, es ist sogar möglich, mehrere virtuelle PCs in der Box parallel zueinander laufen zu lassen. Bei der von Oracle angebotenen Vitual-Box handelt es sich um eine ausgereifte und sichere Software.

Wir haben also die Möglichkeit, mehrere verschiedene Betriebssysteme aufzusetzen und können so sehr gut testen, wie sich bestimmte Programme unter den einzelnen Systemen verhalten. Wie in einem realen System ordnen wir der Box eine virtuelle Festplatte, deren Grösse wir selbst bestimmen, zu und legen dabei auch gleich die Grösse unseres Arbeitsspeichers fest.Wer mehr als 4 Gigabyte Arbeitsspeicher besitzt, kann davon ruhig 2 Gigabyte an das virtuelle System abgeben. Haben wir das alles richtig gemacht, dann klicken wir auf "Erzeugen" und haben unseren ersten virtuellen Pc installiert und betriebsfertig gemacht.

Es gibt übrigens die Möglichkeit, bei der Box das jeweilige Betriebssystem sowohl von CD/DVD, als auch von der Festplatte als Image/ISO zu starten. Dazu müssen wir der Box natürlich die benötigten Informationen zur Verfügung stellen. Wir wählen diese Laufwerke ganz einfach aus und bestätigen mit Doppelklick. Ein weiterer Punkt ist das Netzwerk und dessen Einstellung, damit wir mit der Box auch ins Internet gehen können. Die Voreinstellung dabei ist "NAT" (Network-Address-Translation-Modus). In dieser Voreinstellung nutzt die Box die IP des Host-PC. Der Gast-PC wiederum hat eine eigene interne IP, mit der er Zugriff auf das Netzwerk bekommt. Möglich ist für den Gast-PC auch die Betriebsart "Netzwerkbrücke". Sie versetzt den User in die Lage zwischen realem Haupt- und virtuellem Gastsystem zu switchen.

Sollte während der Installation des Betriebssystems zu einer Fehlermeldung kommen, dann auf das Windows-Symbol unten links klicken und in die unterste Zeile "cmd" eingeben. Damit wird die DOS-Ebene aufgerufen. Nun folgende Befehle eingeben, die zum Schluss mit "Enter" abgeschlossen werden:

  • %ProgramFiles%\Oracle\Virtual Box\VBoxManage.exe
  • setextradata [Name des virtuellen PCs] (der Name, den du deinem virtuellen PC gegeben hast)
  • VBoxInternal/CPUM/CMPXCHG16B 1

Anschliessend, wenn alles richtig eingegeben wurde, sollte es wohl in Ordnung sein und das Betriebssystem sich komplett installieren, wobei das benutzerdefinierte Setup und die virtuelle Festplatte von dir ausgewählt wird.

Um USB 2.0 und den Gastzugang nutzen zu können, musst du noch die Extensions downloaden. Die Vorgehensweise ist folgendermassen:

  • Oberen Bildschirmrand auf "Geräte" klicken
  • Neue Version ISO-Datei "VBoxGuestAdditions_x.x.x.iso" download
  • Virtuelles CD/DVD-Medium auswählen unter "Geräte"
  • [Windows-Taste] + [E]
  • Explorer mit der rechten Maustaste auf Laufwerk mit Erweiterung
  • "Programm installieren oder ausführen" klicken
  • Neustart VirtualBox

Die nachfolgenden Seiten zeigen noch einmal den gesamten Ablauf. In vergrösserter Form könnt ihr die einzelnen Bilder HIER noch einmal sehen.

cornelia warnke 18.05.2015

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